01.02.2019

Wie bekommt man Akne in den Griff?

Akne ist nicht nur ein Thema für Jugendliche in der Pubertät, sondern tritt auch bei Frauen im Alter von etwa 30 Jahren auf. Ein Hauptaugenmerk richtet sich immer auf die richtige Pflege der Haut von außen. Meist wird übersehen, dass die Ursachen für Akne aber von innen kommen und Akne nur ein Symptom für Mängel im Hautstoffwechsel darstellt.

Was genau ist Akne?

Unter Akne werden Mitesser, Papeln und Pusteln zusammengefasst, die sich im Gesicht, aber auch auf dem gesamten Oberkörper bilden. In den Talgdrüsen dieser Hautzonen sitzt jeweils ein farbloses Haar. Der Talg besteht unter anderem aus verschiedenen Fetten, die sich entlang des Haars auf der Hautoberfläche verteilen und dort einen Schutzfilm vor schädigenden Umwelteinflüssen bilden. Außerdem wird die Haut durch dieses körpereigene Fett vor Austrocknung geschützt und sie bleibt geschmeidig.

Vermehrte Talgproduktion

Bestimmte Hormone bewirken eine verstärkte Talgproduktion, daher beginnt Akne mit der Pubertät. Zusätzlich liegt eine vermehrte Zellteilungsrate der Hautzellen vor, die zu einer Verstopfung der Zellöffnung führen. Der Talg kann nun nicht abfließen. Unter diesem Verschluss können sich nun Bakterien vermehren, die zu den ungeliebten Entzündungen führen.

Mitesser werden im fortgeschrittenen Stadium zu Pusteln

In leichten Fällen bilden sich Mitesser, die einfach nur als Talgpfropf die Zellöffnung in der Haut verstopfen. Entzünden sie sich durch Bakterien, so bilden sich eitrige Pusteln. In schweren Fällen treten großflächige, tiefe Hautveränderungen auf, die Narben zurücklassen. Diese schweren Formen müssen medikamentös durch einen Arzt behandelt werden.

Welche Medikamente werden bei Akne eingesetzt?

Direkt auf der Haut wirken äußerlich angewandte Arzneistoffe, die vom Arzt verordnet werden. Gegen Bakterien werden Azelainsäure, Erythromycin oder Clindamycin eingesetzt. Sie töten die entzündungsauslösenden Erreger ab. Der Wirkstoff Benzoylperoxid, kurz BPO, löst die obere Hautschicht auf und wirkt dadurch der Verstopfung der Talgdrüsen entgegen. Es gibt abwaschbare Formen oder solche, die einfach auf die Haut aufgetragen werden. BPO reizt die Haut. Auch Tretinoide sowie Adapalen regulieren die Verhornungsstörung der Haut. In schweren Fällen verordnet der Arzt auch Arzneimittel, die eingenommen werden.

Wie kann man die Hautbalance ganz natürlich ins Gleichgewicht bringen?

Um eine gesunde Haut ausbilden zu können, sind zwei Dinge unerlässlich: Zum einen muss die Darmflora in Ordnung sein, denn die Bakterienbesiedelung der Haut wird direkt mitgesteuert über den Darm! Es empfiehlt sich, über einen Zeitraum von drei Monaten eine Darmsanierung durchzuführen. Zum anderen benötigt der Körper dringend genügend Zink, Selen und Biotin. Ganz besonders wichtig ist die Einnahme von langkettigen Omega-3-Fettsäuren, die die Fett- und Talgschicht der Haut aufbauen. Wenn diese Bestandteile alle in ausreichender Form im Körper vorhanden sind, bildet der Körper ganz automatisch eine gesunde Haut, die beschwerdefrei ist. In der Regel erreicht man nach wenigen Wochen ein viel besseres Hautbild.

Mein besonderer Tipp:

Auch die richtigen Hautpflegeprodukte sind wichtig: Ich empfehle ein Reinigungsmousse sowie eine Tagespflege, die pflanzlichen Sabalextrakt enthält, weil dieser die Talgproduktion natürlich stoppt.


Über diese Seite:

Autorin

Stephanie Isensee
Apothekerin

Approbation als Apothekerin. Leitung der Pregizer Apotheke in Pforzheim.

Erstellungsdatum: 01.02.2019Änderungsdatum: 01.02.2019

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