25.11.2021

Was hilft schnell gegen Gicht?

Etwa 30 % der Männer im fortgeschrittenen Alter weisen zu viel Harnsäure im Blut (Gicht) auf.

Bei Gesunden wird ein Überschuss an Harnsäure über die Nieren mit dem Urin ausgeschieden. Das klappt aber bei Gichtpatienten nicht. Daher sucht sich der Körper andere Ablagerungsorte für überschüssige Harnsäure. Da Harnsäure nicht gut wasserlöslich ist, bilden sich bei Überschreiten einer Grenz-Konzentration Kristalle, die sich in Gelenken ablagern.

Wo hat man bei Gicht Schmerzen?
Besonders stark betroffen sind kühlere Bereiche im Körper wie Zehengelenke, Fingergelenke und Ohren. Aber auch in den Nieren können sich Harnsäureablagerungen bilden. Bei einem Gichtanfall lösen diese messerscharfen Kristalle meist nachts extreme Schmerzen aus. Woher stammt der Überschuss an Harnsäure? Sie entsteht als natürliches Abbauprodukt im Körper. In etwa 90 Prozent der Fälle funktioniert die natürliche Ausscheidung der Harnsäure über die Nieren nicht richtig. Es gibt hierfür folgende Gründe: Bestimmte Lebensmittel wie Alkohol, Fett und vor allem Fruktose behindern die Ausscheidung ganz massiv. Fruktose ist Bestandteil von Zucker, süßen Limonaden und süßen Früchten. Außerdem werden viele Fertiggerichte und süße Speisen mit Maissirup, abgekürzt GFS oder HFCS, gesüßt. Stehen diese Stoffe auf der Zutatenliste, sollte man die Artikel lieber im Regal stehen lassen.

Welche Lebensmittel sind bei Gicht nicht erlaubt?
Meerestiere, schweres fettes Essen, gesüßte Getränke, Fruchtsäfte und Cola, fruktosehaltige Früchte wie Äpfel und Orangen sowie Alkohol sollte man möglichst meiden. Auch bestimmte blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Schmerzmittel ASS (Acetylsalicylsäure) sowie Diuretika („Wassertabletten“) blockieren die Harnsäureausscheidung.

Was senkt schnell die Harnsäure?
Ärztlicherseits wird zur Behandlung von Gicht der Harnsäurespiegel durch Medikamente gesenkt. Aber man kann auch selbst etwas tun. Ein ganz einfacher Trick sorgt dafür, dass Harnsäure ausgeschieden wird: Nimmt man regelmäßig basische Mineralien ein, so kann man die Harnsäurekristalle wieder auflösen und die Harnsäure ausscheiden. Dies sind vorzugsweise Magnesium- und Kaliumcitrat in Kombination mit Zinkgluconat. Dadurch entlastet man den Säure-Base-Haushalt.

Mein besonderer Tipp: Regelmäßiger Sport hält die Gelenke beweglich und reguliert den Harnsäurespiegel.

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Über diese Seite:

Autor

Dr. Holger Isensee
Apotheker

Approbation als Apotheker. Promotion am physiologischen Institut der Universität Tübingen. Leitende Tätigkeit in der Pregizer Apotheke in Pforzheim.

Erstellungsdatum: 25.11.2021Änderungsdatum: 25.11.2021

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