10.11.2017

Schnelle Hilfe bei Sodbrennen

Manchen Bürger beschleicht ein ungutes Gefühl beim Gedanken seinen Magen, der in der Vorweihnachtszeit immer wieder auf eine harte Probe gestellt wird. Viele Feiern, leckere Kekse, Hektik und mehr Alkohol oder Zigaretten als gewöhnlich können ganz fatale Auswirkungen auf den Magen haben. Steigt eine brennende und schmerzhafte Empfindung über die Brust bis in den Hals und Rachen hinauf, so wird offensichtlich, dass man unter Sodbrennen leidet.

Sodbrennen in der Schwangerschaft
Auch schwangere Frauen werden gegen Ende der Schwangerschaft häufig von Sodbrennen geplagt. Das ist normal, weil zum einen das Kind von innen gegen den Magen drückt und zum anderen aufgrund der Hormonumstellung der Magenschließmuskel nicht mehr so gut schließt. Gerade, wenn man im Bett liegt, treten nachts die Beschwerden auf. Eine leicht erhöhte Position des Oberkörpers schafft oftmals schon Abhilfe.

Wie kommt es überhaupt zu Sodbrennen?
Im Magen geht es nach dem Essen gefährlich zu. Schluckt man Nahrung hinunter, so wird aggressiver Magensaft gebildet, der das Essen in seine Bestandteile auflöst. Dazu gehören die Magensäure sowie die Verdauungsenzyme. In einem ausgeklügelten System schützt sich die Magenschleimhaut davor, selbst „verdaut“ zu werden. Hierzu produziert die Magenschleimhaut ständig einen Schutzmantel von innen heraus. Der Magenschließmuskel hält das Ganze im Magen unter Verschluss. Schließt dieser Schließmuskel jedoch nicht dicht, so kann der Mageninhalt in die Speiseröhre hinauf gelangen und dort die unangenehm brennenden Schmerzen verursachen und die Speiseröhre sogar verletzen. Das erklärt, dass die Schmerzen in der Regel ein bis drei Stunden nach dem Essen einsetzen. Was tun?

Behandlung von Sodbrennen durch ein Antazidum
Am schnellsten kann man Abhilfe schaffen, wenn man etwa zwei Stunden nach dem Essen ein sogenanntes „Antazidum“ einnimmt. Das ideale Antazidum fängt den Säureüberschuss ab und kann gleichzeitig auch weitere reizende Verdauungsstoffe aufnehmen und ausleiten. Die Wirkstoffe Magaldrat und Hydrotalcit leisten dies auf hervorragende Weise und sind auch für Schwangere geeignet. Am schnellsten wirken sie in flüssiger Form. Da zu vermuten steht, dass auch im restlichen Körper ein Säureüberschuss vorliegt, kann die Einnahme einer Portion basischer Mineralsalze auf die Nacht helfen, einer Übersäuerung entgegenzuwirken. Zusätzlich entgiftet und entsäuert heilsames Trinkmoor. In Form einer Trinkmoor-Kur werden sowohl die Regeneration von geschädigtem Gewebe gefördert als auch Giftstoffe aus dem Körper ausgeleitet.

Wie wirken Säureblocker?
Was ist von den häufig verordneten Säureblockern Omeprazol oder Pantoprazol zu halten? Sie verhindern auf effektive Weise die Produktion von Magensäure. Damit wird der komplette Verdauungsvorgang im Magen für 24 Stunden stark eingeschränkt. Dieser umfassende Eingriff ist in den unkomplizierten Fällen nach einem schweren Essen, einmaligem übermäßigem Alkoholgenuss oder einem stressigen Tag unnötig. Denn ein massiver Eingriff in die natürlichen Verdauungsvorgänge im Magen birgt auch Risiken. Einige Mikronährstoffe wie Vitamin B12 oder verschiedene Mineralien sind nämlich auf das saure Milieu im Magen angewiesen, damit sie überhaupt aufgenommen werden. Das sollte man besonders dann im Blick haben, wenn regelmäßig Säureblocker eingenommen werden, um die Magenverträglichkeit von Schmerzmitteln zu verbessern. Außerdem tötet die Magensäure Bakterien und Viren ab und sorgt dadurch dafür, dass wir nicht an einem Magen-Darm-Infekt erkranken.

Ab wann wird Sodbrennen gefährlich?
Halten die Beschwerden über mehrere Tage an und treten auch auf, wenn man schon mehrere Stunden lang nichts gegessen hat, so ist der Gang zum Arzt nötig. Denn nun sollte abgeklärt werden, ob die Magenschleimhaut selbst entzündet ist oder die Speiseröhre bereits zu stark geschädigt wurde.

Mein besonderer Tipp: In der Regel gilt, dass die Einnahme von Arzneimitteln auf nüchternen Magen mit einem großen Glas Wasser aufrecht erfolgen sollte. Damit stellt man sicher, dass die Arzneistoffe nicht lange im Magen bleiben, sondern sofort in den Dünndarm gelangen, wo sie in den Körper aufgenommen werden. Damit werden sie besser vertragen. Antazida können jedoch andere Arzneistoffe bei ihrer Aufnahme in den Körper behindern. Daher sollten sie mit einem Zeitversatz von etwa 2 Stunden zu anderen Arzneimitteln eingenommen werden. Für Antazida heißt das konkret: Man nimmt sie zwei Stunden nach dem Essen, die anderen Arzneimittel in der Regel schon vor dem Essen.

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