01.04.2019

Raum zum Atmen bei Asthma

In den letzten 30 Jahren stieg die Anzahl der an Asthma erkrankten Personen besonders stark an. Weltweit gehört Asthma zu den häufigsten Krankheiten überhaupt. Etwa 15 % der Kinder und Jugendlichen in Deutschland leiden unter dieser Erkrankung der Lunge, vorwiegend aufgrund einer allergischen Komponente. Bei Erwachsenen sind es etwa 5 %. Allerdings liegt hier gar nicht unbedingt eine Allergie zugrunde!

Was sind die Symptome, an denen man Asthma erkennen kann?

Die Krankheit lässt sich durch Attacken von Atemnot beschreiben, besonders beim Ausatmen. Gerade nachts treten diese Anfälle auf, begleitet von trockenem Husten. Es bildet sich zäher Schleim, der schlecht abgehustet werden kann. In der Brust herrscht ein Engegefühl vor, und es treten pfeifende Atemgeräusche auf.

Wodurch wird ein Asthmaanfall ausgelöst?

Liegt ein allergisches Geschehen vor, so können Blütenpollen, Hausstaub, Tierhaare, Nahrungsmittel oder Gewürze der Auslöser sein. Aber auch kalte Luft, Haar- oder Deospray, körperliche Belastung oder auch ein Atemwegsinfekt kann Anfälle begünstigen. In vielen Fällen lässt sich ein gehäuftes Auftreten allergischer Erkrankungen in der Familie beobachten: Schon im Kindesalter tritt Neurodermitis als Zeichen einer allergischen Hautirritation auf. Im Jugendalter kommt Heuschnupfen hinzu.

Was genau passiert bei einem Asthmaanfall?

Wird die oberste Schicht der Bronchialschleimhaut gereizt, so werden Entzündungsbotenstoffe gebildet. Diese sorgen dafür, dass sich zäher Schleim wie eine Art Schutzschicht bildet, und gleichzeitig ziehen sich die Bronchien wie in einem Schutzreflex zusammen. Der Körper hat nämlich das Gefühl, dass Schadstoffe oder schädigende Einflüsse in der Atemluft im Anmarsch sind, und leitet daher Notfallmaßnahmen ein. Das ist im Prinzip richtig, nur wird beim Asthma ein überschießender Entzündungsprozess in Gang gesetzt, der außer Kontrolle gerät. Die Bronchien werden im weiteren Krankheitsverlauf so empfindlich, dass schon kleinste Reize einen Atemnotanfall auslösen können.

Die Diagnose wird vom Arzt gestellt

Asthma wird im Rahmen einer Überprüfung der Lungenfunktion diagnostiziert. Abgegrenzt werden muss es von der COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung), die ebenfalls mit Atemnot einhergeht. Der COPD liegt jedoch ein krankhaft verändertes Lungengewebe zugrunde. Ebenso sollte man das sogenannte Asthma cardiale ausschließen, bei dem eine Herzschwäche die Ursache der Beschwerden ist.

Wie wird Asthma behandelt?

Es gibt zwei medikamentöse Ansatzpunkte: Zum Ersten werden durch Beta-2-Sympathomimetika die Bronchien weitgestellt. Es gibt hierfür kurzwirksame Wirkstoffe, die gerade bei einem Anfall schnell wirken, wie Salbutamol, Fenoterol oder Terbutalin, und langwirksame Stoffe wie Formoterol oder Salmeterol, die auch als Dauermedikation im Einsatz sind. Zum Zweiten wird das entzündliche Geschehen durch gezielten Dauereinsatz von kortisonhaltigen Basissprays behandelt. Dies sind Wirkstoffe wie z. B. Beclomethason, Budesonid, Fluticason und Mometason. Je nach Schwere der Erkrankung werden noch weitere Stoffe dazu kombiniert. Die richtige Inhalationstechnik ist wichtig für die Wirksamkeit der Sprays.

Was kann ich selber tun?

Warum wird man als Erwachsener aus heiterem Himmel asthmakrank? Die Ursachen liegen in der Ernährung und der Lebensweise: Weist der Körper über längere Zeit Mängel beziehungsweise zu große Überschüsse an bestimmten Nährstoffen auf, so kann er dies irgendwann nicht mehr kompensieren. Eine Dauerentzündung im gesamten Körper ist die Folge, die sich bei entsprechender genetischer Veranlagung in Form von Asthma äußern kann.

Von entscheidender Bedeutung ist ein optimal aufgestelltes Mikrobiom durch bestimmte Bakterien im Darm, da hier 80% des gesamten Immunsystems beheimatet sind. Eine mindestens zweimonatige Kur mit einem hochwertigen Probiotikum ist sinnvoll. Außerdem braucht der Körper genügend Zink und Vitamin D, sowie alle wichtigen Antioxidantien (Selen, Vitamin E, Betacarotin, Vitamin C), um ein intaktes Immunsystem aufzubauen zu können. Um die Dauerentzündung in den Griff zu bekommen, sollten hochdosierte Omega-3-Fettsäuren (EPA) zusätzlich zur Nahrung eingenommen werden. Aus ihnen werden im Körper antientzündliche Botenstoffe gebildet, die die Gesamtentzündung im Körper bremsen. Vorsicht: Auf Gütesiegel bezüglich Schwermetallfreiheit bei Fischölpräparaten achten!

Mein besonderer Tipp:

In Zeiten allergieauslösender Pollen lindert Schwarzkümmelöl die allergischen Reaktionen auf natürliche Weise.

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