15.12.2018

Multitalent Betablocker

Sie gehören heutzutage zu den meistverordneten Medikamenten in den Industrienationen. Ihr Einsatzgebiet ist breit: Mit ihnen werden vor allem Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Migräne und grüner Star (in Form von Augentropfen) behandelt. Man erkennt Betablocker an der Endung –ol. Besonders bekannt ist der Wirkstoff Metoprolol.

Wie wirken Betablocker?

Betablocker wirken dadurch, dass sie die beiden Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin von ihren Bindungsstellen verdrängen. In Stresssituationen stellt sich der Körper auf Kampf oder Flucht ein. Daher steigen die Häufigkeit und Intensität des Herzschlags, die Bronchien erweitern sich und der Verdauungstrakt wird auf Eis gelegt. So erklären sich schon viele Wirkungen der Betablocker auf unser Herz-Kreislaufsystem: Herzschlagrhythmus und Blutdruck sinken, und damit auch der Sauerstoffbedarf.

Besondere Wirkprofile von Betablockern

Betablocker der neuen Generation wirken gezielt am Herzen. Der Vorteil besteht darin, dass die Bronchien weit gestellt bleiben und man weiterhin gut Luft bekommt. Die Wirkstoffe Carvedilol und Nebivolol erweitern zusätzlich noch die Blutgefäße, was sich als noch stärker blutdrucksenkend erweist. Bei der koronaren Herzkrankheit (KHK), die immer noch als häufigste Todesursache in den Industrienationen gilt, wirken Betablocker nachweislich lebensverlängernd, weil sie bei Angina pectoris, Herzschwäche und Herzinfarkten das Herz entlasten und es einfach besser schlagen lassen. Der Wirkstoff Sotalol stabilisiert vor allem den Herzrhythmus bei Rhythmusstörungen. Zur Vorbeugung von Migräne wird der Wirkstoff Propranolol eingesetzt. Einige Betablocker senken in Form von Augentropfen den Augeninnendruck und gehören zur Standardtherapie des grünen Stars (Glaukom).

Was ist besonders zu beachten, wenn man Betablocker einnimmt?

Gerade zu Beginn der Betablocker-Therapie kann es zu Schwindel, kalten Händen und Füßen und Kopfschmerzen kommen. Nach etwa drei Wochen bessern sich diese Symptome. Bei Diabetikern können die Warnsignale einer Unterzuckerung verschleiert werden. Daher Vorsicht! Nachteilig kann sich auswirken, dass eine Gewichtszunahme begünstigt wird. Zudem sollen Betablocker nicht abrupt abgesetzt werden, weil sonst das Risiko einer Blutdruckentgleisung oder für einen Herzanfall besteht.

Mein ganz besonderer Tipp:.

Die Mineralien Kalium und Magnesium in Kombination mit der Omega-3-Fettsäure EPA stabilisieren den Blutdruck und schützen das Herz. Damit kann man Herz und Blutdruck ganz natürlich entlasten und im besten Falle sogar Arzneimittel einsparen.


Über diese Seite:

Autorin

Stephanie Isensee
Apothekerin

Approbation als Apothekerin. Leitung der Pregizer Apotheke in Pforzheim.

Erstellungsdatum: 15.12.2018Änderungsdatum: 15.12.2018

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