13.01.2022

Ohne Zink geht nichts

Etwa zwei bis drei Gramm Zink sind im menschlichen Körper anzutreffen. So wenig und doch ist es so wichtig, dieses Spurenelement, das meist als positiv geladenes Metallion vorliegt. Es ist ein wichtiger Helfer bei den Aufbau- und Abbautruppen des Körpers, den sogenannten Enzymen. Einige dieser großen Proteinmoleküle funktionieren nur, wenn Zink angelagert wird. Überall da, wo im Körper Wachstum und Erneuerung stattfindet, ist Zink beteiligt. Somit ist Zink für den Aufbau von Haut, Haaren und Nägeln, für jeglichen Aufbau von Körpereiweißstoffen sowie für die Spermienproduktion unerlässlich. Aber auch der Aufbau von Immunzellen, die Krankheitserreger abtöten, erfolgt nur im Beisein von Zink. Wichtig zu wissen: Vor allem Diabetiker benötigen ausreichend Zink zur Speicherung von Insulin. Immer dann, wenn sich Zellen vermehrt teilen, herrscht ein erhöhter Zinkbedarf. Das betrifft die Wachstumsphase bei Kindern, aber auch die Wundheilung, Infekte oder anhaltende Entzündungsprozesse.

Wie versorgen wir uns ausreichend mit Zink?

Zink führen wir uns über die Nahrung zu. Da es keine Langzeitspeicher für Zink im Körper gibt, muss man es täglich aufnehmen. Besonders zinkreich sind Rindfleisch, Käse, Milcherzeugnisse, Eier, Vollkornprodukte, Nüsse und Samen. Außerdem enthalten Seefisch und Meeresfrüchte, insbesondere Austern, sehr viel Zink. Bei Vegetariern wird die Zinkaufnahme im Körper beeinträchtigt. Denn Pflanzen enthalten viel Phytinsäure, die Zink so bindet, dass es ausgeschieden wird. Das erklärt den häufig beobachteten Zinkmangel bei Vegetariern.

Wie kommt es zu einem Mangel an Zink?

Es gibt regelrechte Zinkräuber. Es sind dies bei längerdauernder Einnahme die wichtigen Blutdrucksenker aus der Familie der ACE-Hemmer. Bekannt sind die Wirkstoffe Ramipril, Captopril, Enalapril und Lisinopril. Auch die sogenannten Wassertabletten mit den Wirkstoffen HCT und Torasemid schwemmen Zink aus dem Körper aus. Außerdem wirken die Antibabypille wie auch cholesterinsenkende Arzneimittel als Zinkräuber. Bei diesen Dauermedikationen empfiehlt sich eine regelmäßige Nahrungsergänzung mit einem geeigneten Zinkpräparat.

Wie sollte ein geeignetes Zinkpräparat beschaffen sein?

Zink sollte möglichst in Form von Zinkgluconat zusammen mit Selen verabreicht werden. In Kombination mit Magnesium und Kalium reguliert es ganz natürlich den Säure-Base-Haushalt des Körpers und wirkt entsäuernd. Das regelmäßige Glas Alkohol schwemmt übrigens ebenfalls Zink aus. Nach schweißtreibenden Sporteinheiten freut sich der Körper ebenfalls über eine Extraportion Zink.

Mein besonderer Tipp: Bei einer akuten Erkältung halbiert eine Hochdosis von 40 mg Zink, über drei Tage hinweg eingenommen, die Krankheitsdauer. Lutschtabletten mit einer Kombination aus Zink mit Vitamin C, Holunder, Sandorn und Acerola leisten hier gute Dienste.

Gesundheitstipps

Was hilft bei welcher Krankheit? Aktuelle Gesundheitstipps aus der Pregizer Apotheke Pforzheim