15.10.2014

Was sollten wir über Ebola wissen?

Bei Ebola handelt es sich um eine Infektionskrankheit mit Viren, die zur Familie der Gelbfieber- und Dengueviren gehören. Der Name rührt vom afrikanischen Fluss Ebola her, an dessen Ufern die Krankheit erstmals in den siebziger Jahren dokumentiert wurde.

Ebolaerkrankungen treten in Afrika örtlich begrenzt auf, wobei es meist zu mehreren Hundert Infizierten kommt. Ungefähr die Hälfte der Kranken überlebt. In der Natur kommen Ebolaviren bei Tieren vor, und zwar hauptsächlich bei Affen, Nagetieren, Fledermäusen und Insekten. Die Krankheit wird über den Verzehr kranker Tiere auf den Menschen übertragen.

Die Krankheitsübertragung von Mensch zu Mensch verläuft nur über einen direkten Kontakt zu Körperflüssigkeiten wie Blut, Speichel, Schweiß usw. Hält man einen Meter Sicherheitsabstand zu einem Erkrankten ein, so ist eine Ansteckung nicht möglich! An eine Ebolaerkrankung ist nur zu denken, wenn man einen Erkrankten direkt berührt hat oder über Gegenstände, die mit infektiösem Material in Kontakt waren.

Wie verläuft die Krankheit? Nach einer Ansteckung dauert es zwischen zwei bis 21 Tagen, bis Ebola ausbricht. Nur in der Phase, in der Krankheitszeichen sichtbar sind, herrscht Ansteckungsgefahr. Auf starke grippeartige Symptome zu Beginn folgen Magen-Darm-Beschwerden.

Bei schweren Verlaufsformen kommt es danach zu den typischen inneren und äußeren Blutungen, weil das Blutgerinnungssystem durch die Viren seine Funktion einbüßt. Der Blutverlust führt zu innerem Organversagen und in schweren Fällen letztendlich zum Tod.

Wie groß ist die Gefahr für uns Europäer? Bislang gibt es keine Krankheitswellen außerhalb der zentralafrikanischen Länder Liberia, Guinea und Sierra Leone. Die europäischen Fluglinien mit Ausnahme der Brussels Airlines fliegen diese Länder nicht mehr an. In Afrika selbst werden Flugpassagiere, die ausreisen wollen, auf Seuchen untersucht. Bei Verdacht auf eine Erkrankung wird die Reise verweigert.

Bei uns in Deutschland gibt es ein bundesweites Netz von spezialisierten Krankenhäusern, die auf die Behandlung von hochansteckenden Krankheiten bestens vorbereitet sind. Die Forscher arbeiten mit Hochdruck an der Entwicklung geeigneter Impfstoffe und Antibiotika.

Mein persönlicher Tipp:
In Deutschland besteht keine Gefahr für eine Ebolaepidemie aufgrund unseres hervorragenden Gesundheitssystems


Über diese Seite:

Autorin

Stephanie Isensee
Apothekerin

Approbation als Apothekerin. Leitung der Pregizer Apotheke in Pforzheim.

Erstellungsdatum: 15.10.2014Änderungsdatum: 15.10.2014

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