31.07.2019

Psoriasis – Schuppenflechte

Die Psoriasis ist eine Volkskrankheit: Rund zwei Millionen Menschen in Deutschland leiden an dieser chronisch entzündlichen Hautkrankheit. Akute Phasen wechseln mit beschwerdefreien Intervallen ab, im Sommer und am Meer erfahren die Erkrankten häufig eine Besserung. Eine endgültige Heilung ist bisher nicht möglich, es gibt aber eine große Auswahl an Therapien, um die Beschwerden zumindest zu lindern.

Wie äußert sich Schuppenflechte?

An der Haut äußert sich Psoriasis durch rote, erhabene, mit silberweißen Schuppen bedeckte Stellen, sehr oft verbunden mit Juckreiz. Sie treten an Armen und Beinen, an der Kopfhaut, an Händen und Füßen, an Brust und Rücken, also im Prinzip am gesamten Körper auf. Außerdem können Fieber, Abgeschlagenheit und ein schweres Krankheitsgefühl hinzukommen. Auch die Nägel sind oft betroffen: Es bilden sich kleine, runde Vertiefungen auf der Oberfläche oder gelblich-bräunliche Verfärbungen. Sehr schlimm ist eine Sonderform der Psoriasis, die innere Organe befällt, und zum Beispiel zu Arthritis führt.

Psychische Belastung durch Psoriasis

Psoriatiker leiden nicht nur an den Symptomen der Krankheit, sondern auch an der empfundenen Stigmatisierung. Sie fühlen sich entstellt, ihr Selbstwertgefühl ist gestört, die Lebensqualität ist stark eingeschränkt. Sehr wichtig zu wissen ist, dass Psoriasis nicht ansteckend ist!

Warum erkrankt man an Psoriasis?

Wie bei fast jeder Krankheit treffen genetische, also geerbte Faktoren zusammen mit weiteren Faktoren, die direkt mit der persönlichen Lebensführung zu tun haben. Eventuell ist das der Grund, dass auch Menschen im Alter von 50 oder 60 Jahren noch eine Psoriasis entwickeln können. Zu einer gesunden Lebensführung gehört neben der Vermeidung von Übergewicht, wenig Zigaretten und Alkohol, Fitness, usw. auch, dass man seinem Körper und vor allem seiner Haut die essentiellen Mikronährstoffe in ausreichender Menge zur Verfügung stellt, die benötigt werden, um gesunde Hautzellen mit all ihren Funktionen ausbilden zu können.

Wie sieht die Therapie aus?

Die Spannbreite reicht von pflegenden Salben, Lotionen, Shampoos und Badezusätzen bis zu sehr starken immunsuppressiven Medikamenten und Phototherapien, je nach Schweregrad der Krankheit. Bei der Psoriasis werden (aus unbekannten Gründen) Hautzellen in großer Menge gebildet, die allerdings nicht vollständig ausreifen und zu schnell verhornen. Um die Hautschuppen abzulösen, empfehlen sich Cremes oder Lotionen mit Harnstoff. Stärker wirksam sind Salben mit Vitamin D-Abkömmlingen, oft auch in Verbindung mit Kortison. Somit wird die Entzündung gemindert und die Hautzellen können besser und „normaler“ ausreifen, bevor sie sich abschuppen.

Gesunder Hautaufbau von innen

Nur wenn alle Bausteine zum Aufbau der Haut im Körper vorhanden sind, kann sich gesunde Haut bilden. Sinnvoll ist ein ausreichend hoher Vitamin D-Spiegel (wird schließlich auch in Salben zur Behandlung von Schuppenflechte eingearbeitet!), genügend Magnesium, das für die Vitamin D-Aktivierung vonnöten ist, und die beiden Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. EPA wirkt direkt antientzündlich, DHA wird benötigt, um der Haut einen gesunden Fettfilm zu ermöglichen.

Mein persönlicher Tipp:

Schlussendlich ist ein optimal funktionierendes Immunsystem nötig, um alle Körperfunktionen aufrechterhalten zu können inklusive der Bildung von gesunden Hautzellen. Daher empfiehlt sich bei Schuppenflechte die Zufuhr der hautwichtigen Mikronährstoffe inklusive einer Darmsanierung.


Über diese Seite:

Autorin

Stephanie Isensee
Apothekerin

Approbation als Apothekerin. Leitung der Pregizer Apotheke in Pforzheim.

Erstellungsdatum: 31.07.2019Änderungsdatum: 31.07.2019

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