13.01.2022

Hilfe! Sodbrennen! Meine Speiseröhre brennt!

Die Aufgabe unserer Speiseröhre ist es, Nahrung in den Magen zu transportieren. Sie besteht aus ringförmigen Muskulaturabschnitten, die das Essen über Kontraktionen aus dem Mund herunterbefördern. Im Magen angelangt, sorgt ein Schließmuskel am Mageneingang dafür, dass die Speisen nicht mehr den Weg zurück einschlagen können.

Was genau ist Sodbrennen?

Von Sodbrennen (Reflux) sprechen wir, wenn saurer Mageninhalt dennoch in die Speiseröhre zurückgelangt und die mitaufsteigende Säure Beschwerden in der Speiseröhre verursacht. Dies sind saures Aufstoßen, Brennen hinter dem Brustbein und ein Druckgefühl im Oberbauch. Die Symptome treten in der Regel innerhalb der ersten drei Stunden nach einer Mahlzeit auf. Unregelmäßig auftretendes Sodbrennen kann man selbst behandeln. Wenn allerdings der Reflux ständig und auch außerhalb der Mahlzeiten auftritt, sollte man einen Arzt aufsuchen.

Was verursacht Sodbrennen?

Für einen Reflux gibt es unterschiedliche Ursachen. Ein wichtiger Auslöser kann eine schwere, fettreiche Mahlzeit sein – oder einfach eine zu große! Übermäßiger Alkoholgenuss und Rauchen sind weitere wichtige Auslöser. Völlig normal ist ein Reflux bei werdenden Müttern, vor allem beim Zubettgehen. Je größer das Kind im Bauch wird, desto stärker drückt es auf den Magen.

Was hilft bei Sodbrennen?

Eine Soforthilfe schaffen in allen diesen Fällen sogenannte Antazida. Sie bestehen aus natürlichen molekularen Schichtgittern, die die überschüssige Säure im Magen in sich aufnehmen können. Somit kann die Säure nicht mehr aus dem Magen aufsteigen. Antazida gibt es als Kautabletten oder als portionierte Beutelchen, die nach dem Essen oder bei Bedarf geschluckt werden. Sie sind hervorragend verträglich, selbst Schwangere können sie regelmäßig einnehmen. Seit vielen Jahren gibt es außerdem sogenannte Protonenpumpenhemmer. Die beiden bekanntesten Substanzen sind Omeprazol und Pantoprazol, die die Magensäureproduktion zurückfahren. Auch hier gilt: Weniger Säure, weniger Beschwerden. Diese Substanzen wirken bis zu 24 Stunden lang und werden am besten vor einer Mahlzeit eingenommen. Zusätzlich verbessern diese Wirkstoffe die Magenverträglichkeit vieler anderer Arzneistoffe, vor allem die von Schmerzmitteln. Ein weiterer wichtiger Ansatz bei Magenbeschwerden generell, aber eben auch bei Sodbrennen, besteht darin, die Weiterbeförderung des Speisebreis aus dem Magen heraus in den Darm zu beschleunigen – vor allem, wenn sie verzögert abläuft. Durch eine gezielte Steigerung der Motorik bessern sich die Beschwerden des sauren Aufstoßens, die mit Völlegefühl und Übelkeit einhergehen können. Hier kommen pflanzliche Wirkstoffe zum Zuge wie Pfefferminz- oder Kümmelöl.

Wohltuend: Eine Entsäuerungskur

Zwei Kuren auf natürlicher Basis sind sinnvoll bei Sodbrennen und anderen Magen-Darm-Beschwerden. Zum einen eine Trinkmoor-Kur, zweimal am Tag eingenommen. Trinkmoor ist eine völlig geschmacklose, erdige Flüssigkeit, die die Speiseröhre, Magen und Darm entsäuert und entgiftet. Zum zweiten eine mehrwöchige, regelmäßige Entsäuerungskur des gesamten Körpers mit Basenkapseln. Diese Kapseln werden direkt nach den Mahlzeiten oder mehrere gleichzeitig vor dem Schlafen eingenommen. Sie regulieren und optimieren den Säure-Base-Haushalt des gesamten Körpers. So bringt man das natürliche Gleichgewicht wieder ins Lot.

Mein persönlicher Tipp:

Statt Kaffee wirkt eine Tasse Kräutertee mit Kamille, Fenchel oder Salbei angenehm bei Magenbeschwerden.

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