02.05.2017

Hausstaubmilben – der Feind in meinem Bett

Allergien sind in der heutigen Zeit weit verbreitet. Neben Asthma und Heuschnupfen, bei denen die allergischen Reaktionen meist durch pflanzliche Stoffe hervorgerufen werden, möchte ich bei den tierischen Auslösern die Hausstaubmilben nennen. Diese verursachen Bronchialasthma, heuschnupfen-artige Beschwerden und auch Neurodermitis.

Im Allergietest kann eine sogenannte Hausstaubmilbenallergie festgestellt werden. Die winzigen Milben gehören zu den Spinnentieren. Sie ernähren sich von menschlichen Hautschüppchen. Allergisch reagiert der Mensch nicht auf die Milben selbst, sondern auf ihren Kot, der in kleinste Teilchen zerfällt und mit dem Hausstaub immer wieder in der Luft verwirbelt wird.

Im Gegensatz zum Heuschnupfen werden durch eine Hyposensibilisierung bei der Hausstaubmilbenallergie keine so guten Behandlungserfolge erzielt. Bestimmte Regeln machen den Milben das Leben schwer. Hierbei möchte ich betonen, dass es sich keinesfalls um ein Problem mangelnder Hygiene handelt.

Sie bevorzugen Luftfeuchtigkeit von etwa 70 % und eine Raumtemperatur von 25 ° C. Daher sollte die Temperatur im Schlafzimmer zwischen 18 und 20° C liegen.

Mehrmaliges Stoßlüften für 5 bis 10 Minuten täglich senkt die Feuchtigkeit im Raum.
Grünpflanzen sollte man entfernen. Auf Teppiche und Vorhänge sollte man als Staubfänger verzichten. Spätestens alle zwei Tage sollte vor allem das Schlafzimmer gereinigt werden.

Als Fußbodenbelag empfehlen sich Fliesen, Laminat oder Parkett. Der Staubsauger sollte unbedingt mit einem speziellen Feinstaubfilter versehen sein, damit keine Allergiepartikel in die Luft gelangen. Ein besonderes Augenmerk muss auf das Bett gelegt werden, weil gerade dort die Milben ein ideales Klima finden. Entgegen der früheren Meinung sind Federn und Daunen keine Nahrungsquelle für Milben. Sie sollten jedoch regelmäßig alle 6 Monate gereinigt werden. Gut geeignet sind Bettdecken und Kissen, die bei 60 °C mit speziellen milbenabtötenden Waschzusätzen gewaschen werden.
Die Matratzen sollten unten offen sein. Sie können entweder durch Überzüge vor Milbenbefall geschützt werden oder aber durch Niembaumöl-Extrakte milbenfrei gehalten werden. Dazu müssen die Matratzen alle 6 Monate eingesprüht werden. Durch Milbentests kann die Belastung der einzelnen Heimtextilien ermittelt werden.

Mein besonderer Tipp: Kuscheltiere, die nicht heiß gewaschen werden können, steckt man für 24 Stunden in einer Plastiktüte in die Gefriertruhe. Danach gut ausschütteln und weiterkuscheln!


Über diese Seite:

Autorin

Stephanie Isensee
Apothekerin

Approbation als Apothekerin. Leitung der Pregizer Apotheke in Pforzheim.

Erstellungsdatum: 02.05.2017Änderungsdatum: 02.05.2017

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