07.07.2022

Warum ist es so schwer, nicht zu rauchen?

In Deutschland rauchen etwa 12 Millionen Menschen. Die Raucherquote bei Männern ist mit ca. 26 Prozent höher als bei Frauen mit etwa 20 Prozent. Erfreulich ist die Tatsache, dass die Quote bei Jugendlichen unter 10 Prozent liegt! Es ist allerdings absolut unerfreulich, dass jede fünfte Krebsneuerkrankung auf das Rauchen zurückzuführen ist.

Jedes Jahr versterben mehr als 100.000 Bundesbürger an den Folgen des Tabakkonsums. Die Lebenserwartung von Rauchern verkürzt sich um etwa acht Jahre im Vergleich zu Nichtrauchern. Rauchen verursacht neben Krebs außerdem Herz-Kreislauf-Erkrankungen und führt zu massiven Schäden an Lunge und Atemwegen.

Wieso macht Rauchen süchtig?
Zigaretten enthalten ebenso wie Zigarren oder Pfeifentabak einen starken Suchtstoff, das Nikotin. Es besetzt spezielle Bindungsstellen im Körper, die sogenannten nikotinergen α4β2-Acetylcholinrezeptoren. In der Folge werden Botenstoffe ausgeschüttet. Je länger man raucht, desto mehr Rezeptoren bilden sich. So kommt es, dass man den Zigarettenkonsum steigert. Wie die „harten“ Drogen Amphetamin und Kokain verursacht Nikotin die Ausschüttung des Botenstoffes Dopamin, der eine wichtige Rolle im Belohnungssystem des Körpers spielt. Er verantwortet das Glücksgefühl, das den Genuss einer Zigarette so anziehend macht. Nikotin ist allerdings nur für einen Teil des Suchtverhaltens verantwortlich. Es ist das Zusammenspiel zwischen Nikotin, dem Ritual, die Zigarette zu halten, sie anzuzünden, den Rauch auszuatmen, also das gesamte Setting, das für die Dopaminausschüttung verantwortlich ist. Nicht zu vergessen: Die Kombination mit Alkohol steigert das Rauchverlangen zusätzlich.

Welche gesundheitlichen Folgen entstehen durch Rauchen?
Zuerst betrachten wir das Nikotin. Es wirkt einerseits als starker Suchtstoff, indem es psychische Wohlgefühle vermittelt, die man unbedingt wieder erleben möchte. Die Kehrseite der Medaille: Beim Nikotinentzug treten Entzugssymptome auf wie Unruhe, Reizbarkeit, Heißhunger, Konzentrationsprobleme und Schlafstörungen. Andererseits stellt Nikotin ein starkes Gefäß-Krampfgift dar. Eine Zigarette verengt innerhalb von Sekunden die Blutgefäße für etwa 6 Stunden. Damit erklärt sich die negative Wirkung des Rauchens auf das Herz, weil die Durchblutung des Herzens und damit die Sauerstoffversorgung deutlich eingeschränkt wird. Durchblutungsstörungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, das „Raucherbein“ sowie Impotenz gehören zu den Gefäß-Folgen des Rauchens. Neben Nikotin ist der Tabakrauch ungesund. Durch das Einatmen von Tabakrauch mit den darin enthaltenen Teerstoffen werden Lunge und Atemwege geschädigt. Daher sind 90 % der Krebserkrankungen in der Lunge, der Mundhöhle und des Kehlkopfs auf Rauchen zurückzuführen.

Welche gesundheitlichen Folgen entstehen durch Rauchen?
Zuerst betrachten wir das Nikotin. Es wirkt einerseits als starker Suchtstoff, indem es psychische Wohlgefühle vermittelt, die man unbedingt wieder erleben möchte. Die Kehrseite der Medaille: Beim Nikotinentzug treten Entzugssymptome auf wie Unruhe, Reizbarkeit, Heißhunger, Konzentrationsprobleme und Schlafstörungen. Andererseits stellt Nikotin ein starkes Gefäß-Krampfgift dar. Eine Zigarette verengt innerhalb von Sekunden die Blutgefäße für etwa 6 Stunden. Damit erklärt sich die negative Wirkung des Rauchens auf das Herz, weil die Durchblutung des Herzens und damit die Sauerstoffversorgung deutlich eingeschränkt wird. Durchblutungsstörungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, das „Raucherbein“ sowie Impotenz gehören zu den Gefäß-Folgen des Rauchens. Neben Nikotin ist der Tabakrauch ungesund. Durch das Einatmen von Tabakrauch mit den darin enthaltenen Teerstoffen werden Lunge und Atemwege geschädigt. Daher sind 90 % der Krebserkrankungen in der Lunge, der Mundhöhle und des Kehlkopfs auf Rauchen zurückzuführen.

Wie kann man am besten mit dem Rauchen aufhören?
Etwa 80 Prozent der Raucher hören mit der Punkt-Schluss-Methode auf. Sie setzen einen bestimmten Tag fest, an dem sie alle Zigaretten plus Zubehör wegwerfen. Es gibt jedoch einige unterstützenden Maßnahmen für eine erfolgreiche Raucherentwöhnung. Ist das Verlangen nach Nikotin bei einem starken Raucher sehr ausgeprägt, so kann man mithilfe eines Nikotin-Ersatzpräparates einen langsamen Entwöhnungsprozess gestalten. In der Apotheke Ihres Vertrauens werden Sie über die unterschiedlichen Präparate beraten. Es gibt Kaugummis oder Pflaster in unterschiedlichen Wirkstärken. Die asiatische Pflanze Kudzu enthält pflanzliche Wirkstoffe, die das Verlangen nach Zigaretten einschränken und die Entzugssymptome reduzieren sollen. In ärztlicher Hand liegen verschreibungspflichtige Arzneimittel, die zur Raucherentwöhnung eingesetzt werden. In einem Nichtraucher-Seminar werden neue Verhaltensweisen eingeübt. Manche schwören auf Hypnose, andere bevorzugen autogenes Training, wieder andere machen positive Erfahrungen mit Akupunktur. Es lohnt sich, die Situationen ausfindig zu machen, in denen man raucht, so dass man für diese Momente eine Alternative zum Rauchen findet.

Warum sollte man mit dem Rauchen aufhören?
Der Körper erholt sich stufenweise von der Vergiftung durch Nikotin und Tabakrauch: Drei Tage nach der letzten Zigarette verbessert sich die Atmung, bereits nach einem Tag sinkt das Herzinfarktrisiko, nach zwei Jahren liegt das Herzinfarktrisiko im Normalbereich, nach 10 Jahren hat sich die Lunge erholt, und der Geldbeutel wird sofort entlastet!

Mein persönlicher Tipp:
Es macht keinen Sinn, wenn die Angehörigen ständig auf einen Raucher einwirken. Die Entscheidung, mit dem Rauchen aufzuhören, trifft der Betroffene ganz allein!


Über diese Seite:

Autorin

Stephanie Isensee
Apothekerin

Approbation als Apothekerin. Leitung der Pregizer Apotheke in Pforzheim.

Erstellungsdatum: 07.07.2022Änderungsdatum: 07.07.2022

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