03.11.2022

Osteoporose – wenn die Knochen brüchig werden

Osteoporose betrifft rund 7 Millionen Menschen in Deutschland. Die Folge dieser Erkrankung sind etwa 70.000 Brüche des Oberschenkelhalses pro Jahr. Jeder weiß, dass damit das Risiko für Pflegebedürftigkeit deutlich steigt. Aber auch Brüche an den Wirbelkörpern im Rücken oder Brüche in Handgelenksnähe hängen eng mit einer Knochenerweichung zusammen.

Können sich Knochen erneuern?
Man könnte glauben, dass unsere harten Knochen starr, unveränderlich und irgendwie nicht lebendig sind. Das ist allerdings ein Trugschluss. Das Knochengerüst ist ein überaus dynamisches Gewebe. Aufbauende, abbauende und umbauende Prozesse finden in allen Knochen lebenslang statt. Das Knochengewebe stellt im Übrigen ein Reservoir für Calcium dar, auf das der Körper zugreifen kann. Wird Calcium benötigt, so kann es aus den Knochen freigesetzt werden.

Wie wird Knochenmasse aufgebaut?
In der Jugend überwiegt während der Wachstumsphase die Knochenneubildung. Zwei Faktoren sind ausschlaggebend für die Neubildung von gesunden Knochen: Zum einen sind bestimmte Bausteine in der Nahrung nötig, damit dieser Knochenaufbau optimal abläuft. Die Zutaten für lebenslange feste Knochen lauten: Eiweiß, Calcium, Vitamin D, Magnesium und Vitamin K2. Zum anderen liefern Sport und Bewegung genügend Impulse, so dass der Körper ein festes Knochengerüst ausbildet. Hüpfen und Seilspringen wirken besonders gut! Die Knochendichte erreicht im Alter von etwa 30 Jahren einen Höhepunkt. Danach finden vermehrt Abbauprozesse statt. Der Körper verfährt nach folgendem Schema: Wird ein Gewebe nicht gebraucht und nicht beansprucht, so wird es abgebaut, so auch Knochen. Will man seine Knochen bis ins hohe Alter stabil erhalten, so muss man sie durch regelmäßige sportliche Betätigung und Bewegung stimulieren. Es gibt spezielle Sensoren in den Knochen, die Stauchungen und kleine Knochenverformungen registrieren. Sie sorgen dafür, dass knochenaufbauende Zellen (Osteoblasten) aktiviert werden, damit selbst kleine Mikrorisse sofort repariert werden. Gleichzeitig werden knochenabbauende Zellen (Osteoklasten) gebremst. Von Osteoporose spricht man dann, wenn die Abbauprozesse einen Schwellenwert überschritten haben und das Skelett wirklich anfällig für Knochenbrüche wird. Mithilfe einer Knochendichtemessung kann der Arzt das Ausmaß einer Osteoporose beurteilen.

Wie wird Osteoporose behandelt?
Früher war man der Ansicht, dass Osteoporose immer durch einen Mangel an Calcium verursacht wird, denn das in den Knochen eingebaute Calcium macht den Knochen hart. In Deutschland ist ein Calciummangel allerdings selten. Die Ursache für Osteoporose liegt nach den neuesten Erkenntnissen an den fehlenden Partnern, die für den Calciumeinbau in den Knochen verantwortlich sind. Es handelt sich insbesondere um den bereits erwähnten Mineralstoff Magnesium und um die Vitamine D und K2. Außerdem benötigen die Knochenzellen unbedingt hochwertiges Eiweiß, damit stabiles Knochengewebe aufgebaut werden kann. Gesunde Milchprodukte, Eier, Fisch und Fleisch in Bioqualität sollten daher regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Ein Vitamin D-Mangel ist in Deutschland weit verbreitet und sollte daher bei den betroffenen Personen täglich als Nahrungsergänzung zugeführt werden. Auch ein latenter Magnesiummangel ist in Deutschland weit verbreitet. Vegetarier und Veganer sollten ein besonderes Augenmerk auf die Eiweiß- und Vitaminversorgung richten. Reicht die Zufuhr dieser natürlichen Grundbausteine nicht aus, so werden ärztlicherseits verschreibungspflichtige Arzneistoffe verordnet, die den Knochenabbau hemmen.

Warum sind Frauen im späteren Lebensalter anfällig für Osteoporose?
Bei Frauen nach den Wechseljahren tritt eine Osteoporose wesentlich häufiger auf als bei Männern. Das liegt daran, dass etwa 30 % des Knochenaufbaus durch weibliche Hormone gesteuert wird. Diese hormonelle Wirkung fällt nach den Wechseljahren weg. Pflanzliche Isoflavone können die Wirkung der fehlenden Östrogene in der Menopause ausgleichen.

Warum erkranken auch Männer an Osteoporose?
Bestimmte Arzneimittel beeinträchtigen den Knochenstoffwechsel. Dies sind insbesondere Schilddrüsenhormone, eine länger andauernde Kortisontherapie sowie Säureblocker aus der Omeprazol-Familie.

Mein persönlicher Tipp:
Regelmäßige Bewegung stärkt neben den Knochen auch die Muskulatur. Gerade bei schwachen Knochen stabilisieren gut ausgebildete Muskeln den Bewegungsapparat und können Knochenbrüche verhindern.

 

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Über diese Seite:

Autorin

Stephanie Isensee
Apothekerin

Approbation als Apothekerin. Leitung der Pregizer Apotheke in Pforzheim.

Erstellungsdatum: 03.11.2022Änderungsdatum: 03.11.2022

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